Senioren profitieren von „Technik-Botschaftern“ und „Gesprächen auf Rezept“

12.09.2018 11:20

(v.l.) Sascha Oliver Maas, Ulrike van den Berg, Anneke van der Veen, Hans Esser

Projekt „Wohnen und Leben im Alter – Quartiersarbeit in Vluyn“ kann fortgesetzt werden

Hinter dieser Idee steht das Projekt „Wohnen und leben im Alter – Quartiersarbeit in Vluyn“. Seit dem Jahr 2015 unterstützt der Treff 55 der Grafschafter Diakonie, die Älteren im Ortsteil im Alltag. „Ziel ist es, dass Seniorinnen und Senioren länger hier im Ort und in der eigenen Wohnung leben können“, erklärt Anneke van der Veen, die Leiterin des Treff 55 der Grafschafter Diakonie, dem Diakonischen Werk im Kirchenkreis Moers. „Das ist eine langfristige Aufgabe, für die viele kleine Schritte nötig sind.“ Aus diesem Grund bewarb sich der Treff 55 jetzt um neue Fördermittel. Mit Erfolg: Seit Juli 2018 unterstützt die Deutsche Postcode Lotterie die Quartiersarbeit in Vluyn. „Die Fördersumme, mit der die Soziallotterie mit Sitz in Düsseldorf die Finanzierung für das Jahr 2018 sichert, übergab Sascha Oliver Maas, Geschäftsführer der Postcode Lotterie, am Montag offiziell an den Treff 55. „Die Älteren, die weniger im Fokus der Gesellschaft stehen, werden durch die Quartiersarbeit gut unterstützt. So können sie länger selbstständig bleiben“, begründet Maas das Vluyner Engagement der Deutschen Postcode Lotterie. „Daher freuen wir uns sehr, dieses Projekt dank unserer zahlreichen Teilnehmer in Nordrhein-Westfalen zu unterstützen.“

Hans Esser kann davon berichten. Der Vluyner Senior engagiert sich als ehrenamtlicher „Technik-Botschafter“ und beim „Handwerkerdienst“. Vermittelt durch Seniorenberaterin Ulrike van den Berg können Ältere, die mit technischen Geräten, wie dem digitalen Fernseher, dem vom Enkel geschenkten Handy oder dem PC auf Kriegsfuß stehen, von ihm und seinen ehrenamtlichen Kollegen Unterstützung erhalten „Die Geräte stehen oft in der Ecke und werden nicht benutzt, weil die Senioren z.B. aus Rücksicht auf ihre Enkel und Kinder nicht dauernd nachfragen wollen.“ Nach den Erklärungen von Esser und seinen Kollegen hat sich schon so mancher Vluyner Senior über die erste selbst verschickte Whats-App-Botschaft gefreut. Ebenfalls ganz praktisch im Einsatz ist Esser gemeinsam mit seinen ehrenamtlichen Mitstreitern vom „Handwerkerdienst“. Dabei leisten die Freiwilligen Unterstützung bei Handgriffen, für die kein professioneller Handwerker beauftragt werden kann, z.B. beim Wechseln einer Glühbirne, beim Ab- und Aufhängen von Gardinen oder wie des Öfteren im  zurückliegenden heißen Sommer: Beim Befestigen von Insektennetzen an der Terassentür oder dem Fenster.

Info: Zu den Maßnahmen der Quartiersarbeit in Vluyn gehören neben den „Gesprächen auf Rezept“, „Handwerkerdienst“ und „Technikbotschaftern“  weitere Projekte: Z.B. kommt alle vierzehn Tage ein Frünstückstreff zusammen, der den Seniorinnen und Senioren Austausch und neue Kontakte bietet. Diese können bei Bedarf zusätzlich Informationen über Hilfs- und Beratungsmöglichkeiten im Ortsteil bekommen. In der AG Jung trifft Alt treffen sich Kinder aus der Offenen Ganztagsbetreuung der Pestalozzischule und Bewohner der Altenheimat Vluyn regelmäßig einmal die Woche, um ihre Erfahrungen mit dem Alltagsleben früher und heute auszutauschen.

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