Quietschbunte Ferientage für 60 Flüchtlingskinder

08.08.2017 11:14

Grafschafter Diakonie organisiert Ferienaktion in Rheinhausen / Freude über viel Unterstützung aus dem Stadtteil

Das waren zwei quietschbunte Ferientage für 60 Rheinhauser Flüchtlingskinder. Denn in und um das Stadtteilzentrum Regenbogenhaus der Grafschafter Diakonie gGmbH – Diakonisches Werk Kirchenkreis Moers an der Beethovenstraße ging es an den ersten beiden Augusttagen unter dem Motto „Alle Farben dieser Welt“ ganz schön zur Sache: Als Straßenmalkünstler gestalteten die Mädchen und Jungen mit bunter Kreide einen großen Regenbogen auf dem Gehweg vor der gleichnamigen Diakonie-Einrichtung. Sie verausgabten sich auf der Hüpfburg oder beim Gummitwist. Dazu kamen Mitmach-Aktionen wie Tattoos aufmalen, Leinwände bepinseln, Lesezeichen und weiche Bälle aus Stoff, Wolle und Zeitungspapier basteln sowie Perlen zu glitzernden Schmuckstücken auffädeln. Für das gemeinsame Mittagessen schnippelten die Kinder Banane, Ananas, Apfel und Co zu einem Obstsalat, rollten Pizzateig aus und belegten ihn mit Gemüse und leckerem Käse, bereiteten einen kunterbunten Nudelsalat zu.  Alina Morbitzer von der Flüchtlingshilfe der Diakonie,  die die beiden Tage zusammen mit Kollegin Kornelia Hofius aus dem Bereich Schulsozialarbeit und mit der Unterstützung von Flüchtlingshilfe-Kollegin Lorin Aro und Fachkräften vom Verein „Mehr Flüchtingshilfe“, vom Deutschen Roten Kreuz und der Duisburger Caritas organisiert hat, weiß, was die Ferientage für den zwischen sechs und zwölf Jahre alten Nachwuchs bedeuten: „ In ihrem Alltag haben die Kinder  kaum Möglichkeit, ihre Freizeit abwechslungsreich zu gestalten. Sie leben mit ihren Familien auf engem Raum mit nur wenig Platz für Bewegung.“ Ihre Familien leben z.B. in der nahegelegenen Traglufthalle oder sind in Flüchtlingswohnungen an der Franz-Schubert-Straße untergekommen. Die Eltern besuchen regelmäßig die Beratung der Flüchtlingshelfer im Regenbogenhaus. „Die Kinder sollen hier in erster Linie einmal richtig Spaß haben. Das ist für sie, die die Belastungen einer Flucht erlebt haben, enorm wichtig“, erklärt Felicitas Hagemeier, die als Leiterin der Dienststellen der sozialen Dienste der Grafschafter Diakonie im Duisburger Westen auch für die Flüchtlingsarbeit verantwortlich ist. Entsprechend ausgelassen war die Stimmung in und um das Stadtteilzentrum an den beiden Tagen. Und nicht nur die Kinder deren Eltern die Flüchtlingsberatung im Regenbogenhaus nutzen hatten eine gute Zeit. „Die vielen ehrenamtlichen Helfer sind mit Freude bei der Sache gewesen. Sie haben viel vorbereitet und mit organisiert, die Gruppenangebote betreut und überhaupt bei allem geholfen“, freut sich Alina Morbitzer über das Engagement. Mehr als 20 Männer und Frauen, darunter fünf Helferinnen vom Rheinhauser Gabelstaplerhersteller Clark, die für einen Tag ihren Bürostuhl mit dem sozialen Einsatz tauschten, halfen an den beiden Tagen mit.

Leinwände selber bemalen, einen bunten Obstsalat für das Mittagessen schnippeln: 60 Rheinhauser Flüchtlingskinder verbrachten zwei unbeschwerte und abwechslungsreiche Ferientage im Regenbogenhaus.

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